#17 - Warum Marketing in der Krise das Letzte sein sollte, was du streichst
Shownotes
Das nimmst du aus dieser Folge mit
- Warum Marketing in der Bedarfspyramide vieler Unternehmen oben im Luxusbereich landet – und warum das in der Krise teuer wird
- Was die Beobachtungen aus 2020 über das Verhalten von Unternehmen in Krisenzeiten zeigen
- Den Unterschied zwischen einer Stelle und einer Funktion – und warum es entscheidend ist, beides nicht zu verwechseln
- Was eine festangestellte Marketingkraft wirklich kostet, wenn man Lohnnebenkosten, Urlaub, Krankheit, Hardware und Recruiting mitrechnet
- Wie ein Modell zwischen Festanstellung und gar nichts aussieht – und warum es gerade in unsicheren Zeiten unschlagbar ist
- Welche Frage du dir stellen solltest, bevor du im Marketing sparst
Erwähnt in dieser Folge Workbook-Bundle von Studio 32: https://www.studio32.eu/workbook-bundle/
Mehr von Studio 32 Website: https://www.studio32.eu/ Instagram: https://www.instagram.com/studio32.eu/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/studio32-eu/ Workbook-Bundle: https://www.studio32.eu/workbook-bundle/
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich war letztens mal wieder auf einer Netzwerkveranstaltung.
00:00:02: Eine dieser Art, in die man eigentlich einfach nur mal kurz reinschauen möchte und dann nach einigen Stunden immer noch mit dem Glas Wasser an der Hand am Städtisch steht!
00:00:14: Ich wollte gerade gehen und war auf dem Weg zu Garderobe als mich jemand ansprach.
00:00:19: Ein Geschäftsführer eines mittelständischen Betriebs aus der Region.
00:00:22: Wir kannten uns zwar nur flüchtig aber er hatte sich gemerkt was ich beruflich mache Und so sind wir am Städtisch hängen geblieben.
00:00:30: Er hat sich leicht angelehnt, wir haben kurz Smalltalk gemacht und dann wurde sein Ton auf einmal ein bisschen leiser!
00:00:38: Okay nicht so leise aber ebenso wie Menschen sprechen wenn es eigentlich nicht mehr um Smalltalk geht sondern ernster wird.
00:00:46: er hat mir erzählt dass er gerade eine Stelle im Marketing nicht nachbesetzt weil die Kollegin gegangen ist sie ist in Mutterschaft gegangen und er habe sich entschieden niemanden Neues einzustellen.
00:00:59: Weil die Zeiten zu unsicher sein!
00:01:03: Und dann kam dieser Einsatz, der mich seitdem nicht mehr loslässt.
00:01:07: Er hat gesagt Marketing ist halt das erste was wir runterfahren wenn es eng wird.
00:01:18: Ich habe in diesem Moment nichts gesagt.
00:01:21: ich habe nur genickt mein Wasser weiter getrunken und das Gespräch ist einfach so weitergegangen über andere Themen.
00:01:28: Aber auf der Heimfahrt im Auto hat sich dieser Satz immer wieder in meine Gedanken geschoben und das lag auch daran, dass er nicht der erste und einzige war, der mir so etwas in der Art gesagt hat.
00:01:40: Es ist der Satz den ich gerade öfter von Kunden und Kollegen höre als selbstbewusst formuliert mal halb entschuldigend Mal auch fast ironisch.
00:01:50: aber dahinter steckt immer derselbe Gedanke.
00:01:53: Marketing fühlt sich an wie Luxus wenn das Geld knapp wird Und ich verstehe das, ich versteh genau woher das kommt.
00:02:01: Wenn man sich die Bedarfspyramide eines Unternehmens anschaut dann landet Marketing in den Köpfen vieler Geschäftsführer ganz weit oben im Luxusbereich da wo auch der neue Dienstwagen liegt Der größere Messestand Das Sommerfest fürs Team All die Dinge die schön sind wenn das Geld da ist und verzichtbar sind bzw.
00:02:27: werden, sobald es geldtechnisch eng wird.
00:02:30: Unten in der Pyramide steht das Überlebenswichtige – dass ohne das gar nichts läuft!
00:02:38: Sprich die Produktion, das entsprechende Personal, das Material, die Miete und Marketing schwebt weit darüber irgendwo in der Wolke, die man wegwischen kann wenn es regnet, wenn mal schlechtere Zeiten sind.
00:02:51: Das kann ich voll und ganz nachvollziehen.
00:02:53: Ehrlich Wenn die Auftragslage einbricht Und du als Geschäftsführerin Verantwortung trägst für Menschen, deren Gehalt jeden Monat raus muss.
00:03:03: Dann fängst du an jede einzelne Position auf den Prüfstand zu stellen.
00:03:08: Du fragst dich was wirklich gebraucht wird?
00:03:11: Was direkt zum Umsatz beiträgt und was im Zweifel eben auch nicht gebraucht wird!
00:03:18: Und Marketing landet in dieser Logik fast immer in der zweiten Kategorie bei den Dingen die zur Not Ohne gehen.
00:03:27: Genau das ist jedoch der Trugschluss!
00:03:29: Und ich erzähle dir, warum?
00:03:30: Vor ein paar Jahren – das muss im Jahr zwanzig gewesen sein – mitten in der Pandemie haben wir bei Studie Zweiunddreißig ziemlich genau beobachtet wie unterschiedlich Unternehmen reagiert haben.
00:03:43: Manche Kunden haben damals alles eingefroren.
00:03:46: Verständlich.
00:03:47: Jeder hat Liquidität gebraucht und niemand wusste, wie lange es dauert.
00:03:52: Aber dann gab es eine andere Gruppe die uns plötzlich häufiger gebucht hat.
00:03:58: Auch die hatten logischerweise weniger Umsatz und auch Sorgen und Ängste, aber sie haben einfach anders gerechnet und anders gehandelt.
00:04:08: Und genau diese zweite Gruppe – die Unternehmen, die in der Krise sichtbar geblieben sind – die sind nach der Krises stärker rausgegangen als sie reingegangen sind!
00:04:18: Und das nicht weil Sie Glück hatten… sondern weil ihre Wettbewerber sich versteckt hatten.
00:04:26: Das ist die eigentliche Geschichte, an der gerade alles hängt.
00:04:30: Es geht nicht darum ob ein Unternehmen in der Krise spart Sondern wo es spart und wo es trotz allem präsent bleibt.
00:04:38: Ich finde man kann sich das gut bildlich vorstellen.
00:04:41: Stell dir eine Straße vor mit zehn Schaufenster nebeneinander Jedes ein Unternehmen.
00:04:46: Wenn die Krise kommt machen sieben davon das Licht aus.
00:04:50: Sie sparen, sie warten ab.
00:04:52: Sie hoffen.
00:04:53: Drei davon jedoch lassen das Licht an!
00:04:56: Vielleicht etwas gedämpfter um auch zu sparen aber eben nicht alles aufzugeben.
00:05:01: und wenn die Leute irgendwann wieder die Straße runterlaufen und kaufen wollen... An wen erinnern sie sich dann?
00:05:08: Wer wird gefunden?
00:05:09: Wer ist angesprochen?
00:05:11: Wer hat empfohlen?
00:05:13: Das hat nichts mit Glück zu tun sondern damit wer in den Köpfen geblieben ist als alle anderen still waren dunkel waren, unsichtbar waren.
00:05:22: Und damit komme ich zurück zu dem Geschäftsführer am Städtisch.
00:05:25: Seine Entscheidung gegen die Nachbesetzung war kein dummer Reflex – sie war vernünftig!
00:05:31: Das muss man auch sein und muss man zugeben.
00:05:34: Eine Stelle im Marketing kostet ja nicht einfach drei tausend zweihundert dreitausend achthundert Euro brutto.
00:05:40: Wenn man Lohnnebenkosten dazu rechnet Anteilige Urlaubs- und Krankheitstage Hardware Software Einarbeitung in der Gruppe Und Recruiting?
00:05:49: Dann sind es schnell weit über vier, fünf, sechs Tausend Euro im Monat.
00:05:52: Und das jeden Monat – ganz egal ob gerade viel zu tun ist oder wenig!
00:05:58: Und in einer Krise ist nun mal nicht jeden Monatt viel zu Tun.
00:06:02: Das Problem ist nur dass mit der gestrichenen Stelle eben auch die Sichtbarkeit verschwindet.
00:06:09: Niemand pflegt mehr die Website, niemand schreibt mehr Newsletter, niemand fotografiert die neuen Produkte, niemand kümmert sich um die sozialen Netzwerke Und während die Personalkosten gespart sind, fängt im Hintergrund etwas ganz anderes an zu kosten.
00:06:24: Nämlich die Marktanteile – leise und schleichend über Monate bis es irgendjemand merkt!
00:06:30: Was ich diesen Geschäftsführer am Städtisch gerne gesagt hätte, das hätte ungefähr so geklungen.
00:06:36: Die Entscheidung gegen die Festanstellung ist richtig.
00:06:39: Aber die Entscheidung gegen Sichtbarkeit ist nicht.
00:06:44: Und das sind zwei sehr verschiedene Entscheidungen, auch wenn sie sich oft anfühlen wie nur eine.
00:06:50: Es gibt nämlich einen Modus dazwischen – du musst nicht mehr mit den Fixkosten einer Vollzeitstelle leben, kannst aber trotzdem präsent bleiben!
00:06:59: Du holst dir Marketing dann, wenn du es brauchst.
00:07:03: Du fährst es rauf, wenn ein Projekt ansteht und wieder runter, wenn ruhige Wochen kommen….
00:07:09: Du zahlst keine Krankheitstage, keinen Urlaub, kein Rekruting und keine Einarbeitung.
00:07:13: Du zahlst für Arbeit die geleistet wird – und für nichts darüber hinaus!
00:07:17: Das ist im Grunde genau das was wir beim Studie-Zweindreißig anbieten.
00:07:21: Aber ich erzähle das hier nicht um zu verkaufen.
00:07:24: Ich erzähle es weil ich den Denkfehler dahinter so oft sehe Und weil ich weiß dass viele Unternehmen ihn gerade machen.
00:07:31: Sie streichen die Stelle und glauben damit ist auch die Arbeit weg Aber die Arbeit bleibt.
00:07:36: Die Website muss trotzdem gepflegt werden, die Newsletter müssen trotzdem rausgehen und Fotos entstehen.
00:07:43: Was wegfällt ist nicht die Arbeit sondern nur die Person, die sie gemacht hat!
00:07:48: Und damit ändert sich nicht ob diese Arbeit getan werden muss sondern nur wer sie übernimmt.
00:07:55: Und ehrlich gesagt ist das eine der wenigen Entscheidungen, die ein Unternehmen in der Krise wirklich klüger machen kann weil sie nichts kostet Weil sie sofort flexibler macht.
00:08:06: Und weil sie dafür sorgt, dass das Licht im Schaufenster anbleibt wenn alle anderen es ausmachen.
00:08:12: Ich denke oft an diesem Geschäftsführer am Städtisch An sein leises Marketing ist halt das erste was wir herunterfahren und ich frage mich wo sein Unternehmen in zwei Jahren stehen wird?
00:08:23: Ich schau's mir an, ich werde's beobachten.
00:08:25: Nicht ob er die Krise übersteht Das wird er da bin ich ziemlich sicher.
00:08:29: Aber ob er danach immer noch der erste ist, an den seine Kunden denken oder ob er einer von vielen geworden ist die in der dunklen Zeit zu Unsichtbaren geworden sind.
00:08:41: Und genau darum!
00:08:42: geht es eigentlich.
00:08:43: Nicht darum, ob man im Marketing spart, sondern darum, dass man dabei aufhört gefunden zu werden!
00:08:49: Wenn du gerade vor genau dieser Entscheidung stehst – wenn bei dir eine Stelle vakant ist, gerade gestrichen wurde oder wenn du seit Monaten überlegst wie du Marketing professionell aufstellst ohne dafür eine ganze Position zu schaffen dann sprich uns an Wir rechnen das gemeinsam in Ruhe einmal durch was du brauchst, was es kostet und was es bringt Ohne Mindestauftrag, ohne Jahresvertrag, keine Verpflichtung.
00:09:16: Einfach ein persönliches Gespräch!
00:09:19: Den Link zum unverbindlichen Beratungsgespräch findst du in den Show-Loads.
00:09:23: Bis zur nächsten Episode – deine Haga.
Neuer Kommentar